Strategie 5 Min. Lesezeit

Website, Web-App oder SaaS? Was Ihr Projekt wirklich braucht

Eine Website zeigt, wer Sie sind. Eine Web-App erledigt Arbeit. Ein SaaS-Produkt verkauft genau diese Arbeit an andere. Wer die drei verwechselt, zahlt entweder zu viel oder baut etwas, das nicht mitwächst. Eine Entscheidungshilfe mit realistischen Budgets.

Drei ineinandergreifende Messing-Zahnräder auf Milchglas

Das Wichtigste in Kürze

  • Website: informiert und gewinnt Anfragen. Für die meisten KMU der richtige Start.
  • Web-App: ersetzt Excel-Listen, E-Mail-Pingpong und Papierformulare. Lohnt sich, sobald ein Ablauf oft und von mehreren Personen erledigt wird.
  • SaaS: eine Web-App, die Sie an viele Kunden im Abo verkaufen. Braucht zusätzlich Mandantenfähigkeit, Abrechnung und Support.

Drei Begriffe, drei Aufgaben

TypAufgabe und typische FunktionenRichtpreis
WebsiteInformieren, Vertrauen aufbauen, Anfragen gewinnen. Seiten, Blog, Formulare, CMSab CHF 3'500
Web-AppAbläufe digitalisieren. Login, Kundenbereich, Rollen, Daten, Schnittstellenab CHF 25'000
SaaS-ProduktSoftware im Abo verkaufen. Mandanten, Zahlungen, Onboarding, Supportab CHF 60'000

Die Grenzen sind fliessend. Eine Firmenwebsite mit einem kleinen Kundenbereich ist bereits ein Stück Web-App. Und viele erfolgreiche SaaS-Produkte haben als interne Web-App angefangen, die so gut funktionierte, dass andere sie auch wollten.

Wann sich eine Web-App lohnt

Eine einfache Faustregel: Rechnen Sie aus, wie viele Stunden pro Monat ein Ablauf heute kostet. Beantworten Sie dann diese Fragen:

  1. Passiert es oft? Ein Ablauf, der täglich vorkommt, amortisiert eine Web-App schneller als einer, der viermal im Jahr ansteht.
  2. Arbeiten mehrere Personen daran? Sobald Informationen zwischen Büro, Aussendienst und Kundschaft hin- und hergehen, entstehen Fehler und Wartezeiten.
  3. Gibt es eine Standardsoftware? Für Buchhaltung oder E-Mail-Marketing gibt es gute fertige Lösungen. Eine eigene Web-App lohnt sich dort, wo Ihr Ablauf Ihr Wettbewerbsvorteil ist.
  4. Brauchen Sie die Daten später? Eine Web-App sammelt strukturierte Daten, aus denen Auswertungen, Rechnungen oder Prognosen werden.

Ein Beispiel aus unserer Arbeit ist stunden.ch: eine Plattform, die einen Einsatz vom Dienstplan über die Zeiterfassung bis zur bezahlten Rechnung und zum Lohn begleitet, statt fünf Programme nebeneinander zu betreiben.

Budget und Dauer

Unser Preisrechner schätzt eine Web-App mit bis zu sechs Screens auf CHF 25'000 bis 60'000. Den grössten Einfluss haben:

  • Rollen und Rechte: Wer sieht was? Jede Rolle vervielfacht die Testfälle.
  • Schnittstellen: CRM, ERP, Buchhaltung, Zahlungen. Jede Anbindung ist ein eigenes kleines Projekt.
  • Datenmigration: Alte Excel-Listen sauber zu übernehmen, ist oft mehr Arbeit als erwartet.
  • Betrieb: Hosting in der Schweiz, Backups, Monitoring und Weiterentwicklung. Planen Sie dafür jährlich 15 bis 20 Prozent der Entwicklungskosten ein.

Eine erste nutzbare Version (MVP) ist bei klarem Umfang in drei bis vier Monaten realistisch. Ein SaaS-Produkt mit Abrechnung und Selbstregistrierung braucht meist sechs Monate oder mehr.

In vier Phasen zum Produkt

  1. Workshop: Wir zeichnen Ihren heutigen Ablauf auf, finden die teuersten Schritte und legen fest, was die erste Version können muss, und was nicht.
  2. Klickbarer Prototyp: Sie klicken sich durch die wichtigsten Screens, bevor eine Zeile Code entsteht. Änderungen kosten hier Minuten statt Tage.
  3. MVP: Die erste Version geht mit echten Nutzerinnen und Nutzern in Betrieb. Nicht perfekt, aber nützlich.
  4. Weiterentwickeln: Was genutzt wird, bauen wir aus. Was niemand braucht, fliegt raus.
Die teuerste Funktion ist die, die niemand benutzt. Ein kleines, gutes MVP schlägt jedes grosse Pflichtenheft.

Was Sie vorbereiten können

  • Eine Beschreibung des heutigen Ablaufs, gerne als Skizze oder mit Beispielen aus dem Alltag.
  • Die Excel-Listen, Formulare oder E-Mails, die heute im Einsatz sind.
  • Wer die Web-App nutzen wird: Team, Kundschaft, Partner, und auf welchen Geräten.
  • Welche Programme angebunden werden müssen, zum Beispiel Buchhaltung oder CRM.
  • Ein grober Budgetrahmen und ein Wunschtermin. Beides hilft, den Umfang richtig zu schneiden.

Ihre Idee in einem Gespräch schärfen

In einem kostenlosen Erstgespräch klären wir, ob Website, Web-App oder SaaS das Richtige ist, und was eine erste Version kosten würde. Eine erste Schätzung liefert der Preisrechner.

Webdesign © 2026 SecureIT Swiss Datenschutz AGB's