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Website-Relaunch: Die Checkliste in 12 Schritten

Ein Relaunch ist die beste Gelegenheit, eine Website grundlegend besser zu machen, und die häufigste Ursache für eingebrochene Besucherzahlen. Mit diesen zwölf Schritten behalten Sie, was funktioniert, und verbessern den Rest.

Skizzen von Seitenlayouts auf Papier, an eine Pinnwand geheftet

Vor dem Projekt

1. Ziele messbar machen

«Moderner aussehen» ist kein Ziel. Formulieren Sie, was die neue Website leisten soll: mehr Anfragen, weniger Supportaufwand, bessere Bewerbungen, höhere Conversion im Shop. Halten Sie den heutigen Stand fest, damit Sie den Erfolg später belegen können.

2. Den Ist-Zustand vermessen

Exportieren Sie aus Google Search Console und Ihrem Analyse-Tool die Seiten mit den meisten Besuchen, Klicks und Backlinks. Diese Seiten tragen Ihre Sichtbarkeit. Sie brauchen nach dem Relaunch eine gleichwertige oder bessere Entsprechung.

3. Ein Inhaltsinventar erstellen

Listen Sie jede bestehende URL auf und entscheiden Sie pro Seite: behalten, überarbeiten, zusammenlegen oder löschen. Dünne, veraltete oder doppelte Inhalte fliegen raus; starke Inhalte werden besser.

4. Zielgruppen und Seitenstruktur festlegen

Wer soll was auf der Website finden? Aus den wichtigsten Aufgaben Ihrer Besucherinnen und Besucher entsteht die Navigation, nicht aus dem Organigramm Ihres Unternehmens.

Während der Umsetzung

5. Mobile zuerst gestalten

Die Mehrheit der Besuche kommt vom Smartphone, und Google bewertet primär die mobile Version. Gestalten und testen Sie deshalb zuerst für kleine Bildschirme.

6. Inhalte für Menschen und Suchmaschinen schreiben

Jede Seite braucht ein klares Thema, eine aussagekräftige Hauptüberschrift, einen eindeutigen Seitentitel und eine Meta-Beschreibung. Beantworten Sie die Fragen, die Ihre Kundschaft wirklich stellt, ausführlich genug, um hilfreich zu sein.

7. Technische Grundlagen sauber bauen

  • Saubere, sprechende URLs (z. B. /leistungen/webdesign statt /page?id=12)
  • Strukturierte Daten für Unternehmen, Artikel und FAQ
  • Kurze Ladezeiten: optimierte Bilder, wenig Skripte, gute Core Web Vitals
  • Barrierearme Umsetzung: Kontraste, Tastaturbedienung, Alternativtexte

8. Den Weiterleitungsplan erstellen

Der wichtigste Schritt für Ihr Ranking: Jede alte URL, die Besuche oder Backlinks hat, wird per 301-Weiterleitung auf die passende neue Seite umgeleitet. Ohne diesen Plan landen Besucher und Suchmaschinen auf Fehlerseiten, und Ihre über Jahre aufgebaute Sichtbarkeit geht verloren.

9. Auf einer Testumgebung prüfen

Testen Sie Formulare, Weiterleitungen, Darstellung auf verschiedenen Geräten und Ladezeiten, bevor die Website live geht. Die Testumgebung selbst gehört mit einem Passwort geschützt oder auf noindex, damit Google sie nicht als Duplikat findet.

Go-live und danach

10. Den Go-live planen

Wählen Sie einen ruhigen Zeitpunkt, nicht den Freitagabend. Prüfen Sie direkt nach dem Umschalten: SSL-Zertifikat, Weiterleitungen, Formulare, Tracking, robots.txt und die XML-Sitemap.

11. Google informieren

Reichen Sie die neue Sitemap in der Search Console ein und beobachten Sie in den ersten Wochen den Bericht zu Seitenindexierung und 404-Fehlern. Fehlende Weiterleitungen fallen hier zuerst auf.

12. Messen, lernen, verbessern

Vergleichen Sie nach vier und nach zwölf Wochen mit den Zielen aus Schritt 1. Schwankungen in den ersten Wochen sind normal; bleibt eine wichtige Seite dauerhaft zurück, liegt es meist an Inhalt oder Weiterleitung. Beides lässt sich korrigieren.

Ein Relaunch ist kein Endpunkt, sondern der Startschuss für eine Website, die mit Ihrem Unternehmen wächst.

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