Das Wichtigste in Kürze
- Technik zuerst: Ohne saubere Grundlagen nützen die besten Texte wenig. Die gute Nachricht: Die meisten Fehler sind schnell behoben.
- Selbst prüfen: Unser kostenloser SEO-Check testet über 20 Punkte und erklärt jeden in einfachen Worten.
- Inhalt entscheidet: Ob Ihre Seite die Fragen Ihrer Kundschaft beantwortet, bleibt der wichtigste Faktor. Den kann kein Tool messen.
Titel, Beschreibung und Überschriften
Der Seitentitel ist die blaue Zeile im Google-Suchergebnis. Er sollte 30 bis 60 Zeichen lang sein, das wichtigste Stichwort vorne haben und für jede Seite anders lauten. Gut: «Schreinerei in Bern: Küchen nach Mass | Muster AG». Schlecht: «Startseite».
Die Meta-Beschreibung steht unter dem Titel. Sie beeinflusst das Ranking kaum, aber sehr wohl, ob jemand klickt. 70 bis 160 Zeichen, ein klarer Nutzen, eine Einladung zum Handeln.
Die H1-Überschrift ist die Hauptüberschrift auf der Seite. Genau eine pro Seite, darunter H2 und H3 in logischer Reihenfolge, wie ein Inhaltsverzeichnis. Das hilft Google und Menschen, die einen Screenreader nutzen.
Kann Google Ihre Seite überhaupt finden?
| Prüfpunkt | Worum es geht | Ziel |
|---|---|---|
| Statuscode | Die Seite antwortet ohne Fehler | 200 |
| noindex | Ein Überbleibsel aus der Entwicklung sperrt die Seite für Google | keins |
| robots.txt | Die Datei gibt Suchmaschinen Regeln und nennt die Sitemap | vorhanden |
| XML-Sitemap | Die Liste aller Seiten, damit Google nichts übersieht | vorhanden |
| Canonical | Die bevorzugte Adresse, etwa mit oder ohne www | gesetzt |
| hreflang | Verknüpft Sprachversionen, nur bei mehreren Sprachen | bei Bedarf |
Der häufigste teure Fehler nach einem Relaunch: Die neue Website bleibt mit «noindex» oder «Disallow: /» gesperrt, weil die Einstellung aus der Testphase übernommen wurde. Mehr dazu in der Relaunch-Checkliste.
Inhalte, Bilder und strukturierte Daten
- Genug Text: Eine Seite mit 80 Wörtern gibt Google wenig Anhaltspunkte. Planen Sie für wichtige Seiten 300 Wörter oder mehr, geschrieben für Menschen, nicht für Maschinen.
- Alt-Texte: Jedes inhaltliche Bild braucht eine kurze Beschreibung. Sie hilft blinden Menschen und der Google-Bildersuche. Rein dekorative Bilder erhalten ein leeres alt="".
- Strukturierte Daten: Mit Schema.org-Angaben (JSON-LD) sagen Sie Google und KI-Suchen eindeutig, wie Ihre Firma heisst, wo sie liegt und wann sie offen hat. Das ist auch die Grundlage für SEO für KI-Suchen.
- Social-Media-Vorschau: Mit og:title und og:image erscheinen geteilte Links mit Bild und Titel statt als nackte Adresse.
- Sprache und Favicon: lang="de-CH" im HTML und ein Favicon, das Google neben Ihrem Suchergebnis zeigt.
Tempo und Technik
Mehr als die Hälfte der Besuche kommt vom Smartphone, oft unterwegs. Deshalb zählen:
- HTTPS mit gültigem Zertifikat, ohne Dateien, die noch über http:// laden (Mixed Content).
- Eine schnelle Serverantwort unter 600 Millisekunden. Caching und gutes Hosting machen hier den Unterschied.
- Komprimierung mit gzip oder Brotli, damit weniger Daten übers Netz gehen.
- Wenige Skripte: Jedes Plugin, jeder Tracker und jedes Chat-Widget kostet Ladezeit.
- Viewport-Angabe, damit die Seite auf dem Handy nicht als verkleinerte Desktop-Version erscheint.
Was kein Tool beurteilen kann
Ein SEO-Check misst Technik. Ob Sie gefunden werden, entscheiden am Ende drei Dinge, die sich nicht automatisch prüfen lassen: ob Ihre Seite die Frage besser beantwortet als die Konkurrenz, ob andere Websites auf Sie verweisen, und ob Ihr Google-Unternehmensprofil gepflegt ist. Ein Tool sieht zudem nur, was im HTML steht. Inhalte, die erst per JavaScript nachladen, bleiben ihm verborgen, und manchmal auch Google.
Ein grüner SEO-Check ist die Eintrittskarte, nicht der Sieg. Gewonnen wird mit Inhalten, die Ihrer Kundschaft wirklich helfen.
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